Die Verwendung von Druckerpatronen
Der Drucker ist ein Ausgabegerät für Daten und enthält einen Druckkopf, durch dessen Düsen kleine Tintentropfen auf das Papier gespritzt werden. Die Düse wird im Anschluss durch einen Dichtschieber verschlossen, um so während des Nichtgebrauchs vor Austrocknung zu schützen. Zum Betreiben eines solchen Tintenstrahldruckers werden Patronen benötigt, welche wie die meisten Gegenstände in Deutschland genormt sind.
Es gibt eine gewaltige Anzahl von Patronenherstellern, die Modelle für die unterschiedlichsten Druckertypen herstellen. Oftmals wird der Druckkopf des Druckers in der Patrone integriert – das hat den Vorteil, dass es somit nicht zum Verschleiß des Kopfes kommen kann und somit die Qualität der Ausdrucke nicht leidet. Nachteilig dabei sind die erhöhten Kosten für die Patronen. Bei Tintenpatronen ohne Druckkopf sind die Patronen mit einem Schaumstoffschwamm befüllt, dessen Poren die Tinte halten oder das Gehäuse beinhaltet ein Unterdrucksystem.
Der Aufbau der Tintenpatrone orientiert sich am Druckkopf und an den Besonderheiten des jeweiligen Druckertyps, daher gibt es Drucker, die nur 2 Patronen, eine für Schwarz und eine für die Farben, benötigen. In der Patrone für die Farben sind einzelne Farbkammer für Cyan, Magenta und Yellow enthalten. Nachteilig ist es, dass bei einer leeren Farbe die komplette Patrone ausgetauscht werden muss. Aus diesem Grund wurden Drucker entwickelt, die für jeden Farbanteil eine einzelne auswechselbare Patrone haben. Dadurch sparen die Nutzer viel Geld, weil nur die wirklich leere Farbe ausgewechselt werden muss.
Die Preise für Drucker sind inzwischen sehr gefallen – daher wird versucht, mit teueren Patronen große Gewinne zu erzielen. Das wird durch die Herstellerwarnung unterstützt, keine Patronen zu verwenden, die nicht vom Hersteller selber hergestellt werden, um Defekte am Gerät zu vermeiden. Herstellerfremde Patronen funktionieren aber genauso und sind in den meisten Fällen deutlich preiswerter als die Originale.
Eine weitere Möglichkeit um Geld zu sparen ist es, sich die Patronen wieder befüllen zu lassen oder selber zu füllen – das ist vom Patronentyp abhängig. Falls sie einen Chip besitzen, sollte man sie lieber befüllen lassen, da dieser Chip mit einer kleinen Elektronik etwas ausgetrickst werden muss, um nicht immer eine leere Patrone anzuzeigen – ein Chip erkennt nämlich nicht den Füllstand der Patrone, sondern er errechnet den Inhalt aus der Anzahl der bisher erfolgten Druckaufträge.
eingetragen am 09.12.2008 von Bernhard Heß