Implantate – Nachgebildete Zahnwurzeln aus Titan
In einem Zahntechniklabor wird aus Titan das jeweilige Implantat angefertigt. Dem Patienten implantiert wird es dann in einem kleinen zahnchirurgischen Eingriff unter lokaler Betäubung in der Praxis eines Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, kurz MKG genannt. Das Einpflanzen dauert pro Implantat in etwa eine viertel Stunde und ist für den Patienten schmerzfrei. Lediglich nach Abklingen der Betäubung können für einige Stunden oder Tage Rötungen, Schwellungen und leichte Schmerzen wie nach sonstigen Zahnbehandlungen auftreten.
Neben der sehr guten Verträglichkeit ist auch die ausgeprägte Langlebigkeit des Materials und somit auch der Implantate als entscheidender Vorteil zu nennen. Umfangreiche Studien haben erwiesen, dass nach zehn Jahren noch weit über neunzig Prozent der gesetzten Implantate vorhanden und vor allen Dingen auch voll funktionsfähig sind. Nach zwanzig Jahren sind es immerhin noch gut achtzig Prozent. Auch von den Implantaten der ersten Stunde sind heutzutage, also nach rund vierzig Jahren, immer noch mehr als die Hälfte vorhanden. Kein anderer Zahnersatz kann eine derartig lange Lebensdauer vorweisen.
Implantate können Patienten aller Altersklassen eingepflanzt werden – sowohl Kindern als auch älteren Menschen. Das Einsetzen ist unabhängig von anatomischen Eigenheiten bei jedem Menschen möglich und bietet dadurch weitere Vorteile. Ein Abschleifen von gesunden Nachbarzähnen ist bei der Verwendung von Implantaten nicht erforderlich, weil der Zahnersatz direkt mit den künstlichen Zahnwurzeln verschraubt wird und keine Befestigung an anderen Zähnen notwendig ist. Die in aller Regel gesunden Nachbarzähne können somit gesund erhalten werden und intakte Zahnsubstanz muss nicht abgeschliffen und zerstört werden.
eingetragen am 10.05.2008 von Marvin Fuchs