Die Wärme im Passivhaus
Ein Passivhaus zeichnet sich dadurch aus, dass es über eine so gute Wärmedämmung verfügt, dass eine herkömmliche Heizungsanlage nicht mehr erforderlich ist.
Denn größtenteils wird bei Passivhäuser der Heizenergiebedarf aus der Wärmegewinnung der Sonneneinstrahlung, der Abwärme von Personen sowie technischen Geräten gedeckt. Aufgrund einer kontrollierten Wohnraumlüftung mittels einer Zuluftheizung erfolgt der verbleibende Heizenergiebedarf. Somit verbindet ein Passivhaus einen hohen Wohnkomfort mit einem niedrigen Energiebedarf. Die Bauweise nach dem Passivhausstandard ist nicht auf bestimmte Gebäudetypen beschränkt. Jedoch gib es einige besondere Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. So wird beim Bau besonders darauf geachtet, dass das Gebäude eine weitestgehend dichte Gebäudehülle besitzt, was beispielsweise bei einem Holzhaus nicht gegeben ist. Des weiteren wird bei Passivhäuser auf eine gute Wärmedämmung von Umfassungsflächen wie Dach, Kellerwände, Fundamente und Fenster geachtet. So dürfen keine Wärmebrücken oder Undichtigkeiten entstehen. Passivhäuser werden in Deutschland durch zinsvergünstigte Darlehen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gefördert. Zudem gibt es viele regionale Förderprogramme, die von Bundesland zu Bundesland ganz unterschiedlich gestaltet sind. Bevorzugt wird das Passivhaus auch wegen seiner konstanten Innentemperatur, die sich selbst bei einer ausgeschalteten Heizung um weniger als 0,5 Grad Celsius pro Tag senkt. Im Haus haben alle Wände und Böden ja sogar der Keller dieselbe Temperatur.
Kalte Außenwände oder Fußböden gehören somit der Vergangenheit an und auch eine Bildung von Schimmel ist ausgeschlossen. Die Wärmedämmung sorgt zudem im Sommer dafür, dass das Gebäude angenehm kühl bleibt, womit auf den Einsatz einer Klimaanlage verzichtet werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass eine „normale“ Lüftung möglich, aber nicht zwingend erforderlich ist. Die kontrollierte Wohnungslüftung stellt zum einen eine gute Luftqualität sicher und übernimmt zum anderen die Funktion einer Heizung. Im Vergleich zu herkömmlichen Häusern, wie z.B. einem Holzhaus, werden verbrauchte Luft, Gerüche und Schadstoffe von Wohnmöbeln ständig abgeführt.
eingetragen am 09.08.2007 von Elke Lohre