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Nymphensittichhaltung: Sind ungiftige Zimmerpflanzen Futterpflanzen?

Ganz klar: Nein!

Immer wieder kommen bei Haltern von Nymphensittichen und anderen Vögeln Fragen auf, welche Zimmerpflanzen ungiftig für die Vögel sind. Es gibt dazu die unterschiedlichsten Aussagen, was den Halter oft mehr verwirrt als ihm hilft.

Das Problem an Zimmerpflanzen ist, dass sie unter normalen Umständen anders gepflegt und woanders gekauft werden als Futterpflanzen. Zimmerpflanzen sollen schön aussehen und sind nicht zum Verzehr gedacht.

Diese Zimmerpflanzen kauft man im Blumenhandel. Sie werden in gut gedüngte Erde gepflanzt und mit Mitteln gegen Ungeziefer und für guten Wuchs behandelt. Dies macht sie als Futterpflanze gefährlich für Tiere.

Es gibt eine ganze Reihe ungiftiger Zimmerpflanzen, doch wenn eine Pflanze im Handel als Zimmerpflanze gezüchtet und verkauft wurde, dann muss man davon ausgehen, dass die Erde und auch die Pflanze selbst belastet sind (Pestizide, Dünger, Nitrat/Nitrit). Diese Stoffe sind für Nymphensittiche und andere Vögel nicht nur schädlich, sondern oft auch hoch giftig!

Zimmerpflanzen sind damit keine Futterpflanzen, auch dann nicht, wenn sie ungiftig sind. Daher sollte man seine Vögel niemals ungehindert Zimmerpflanzen fressen lassen!

Das gleiche gilt für einen etwas anderen Fall. Es gibt Pflanzen, die als Futterpflanzen bekannt sind, wie beispielsweise Callisia Repens. Diese Pflanze wird an Tierhalter unter dem Markennamen Golliwoog verlauft und ist als Futterpflanze geeignet. Kauft man jedoch Callisia Repens als Zimmerpflanze muss man mit giftigen Substanzen rechnen. Niemals sollte man derartige Pflanzen zum verfüttern kaufen!

Wird dies nicht beachtet, kommt es leider immer wieder vor, dass Tiere sterben und an sich ungiftige Pflanzen in Verruf geraten. Bei Fragen zu diesem Thema hilft das Nymphensittichforum gerne weiter.