Vogelfutter für Nymphensittiche
Nymphensittiche brauchen nicht nur Körnerfutter. Ihr Vogelfutter sollte abwechslungsreich, vitamin- und mineralstoffreich sein. Um dies zu gewährleisten braucht man zunächst eine gute Grundmischung. Ausgewogene Saatenmischungen bekommt man bei (Online)Händlern, die sich auf Vogelfutter spezialisiert haben. Wichtig ist, dass die Mischung nicht zu fettig ist. Sonnenblumenkerne sollten in Außenhaltung nur sparsam gefüttert werden und sind in Innenhaltung sogar unnötig. Bewährt hat sich eine Mischung aus 2/3 Wellensittichfutter und 1/3 Großsittichfutter. Neben verschiedenen Hirsen (zum Beispiel Silber-, Japan-, Senegal-, Plata-, Mohair-, Manna- und Marokkohirse), sind meist Kanariensaat, Kardi, Hafer und Dari enthalten. Gepufftes Getreide, Kräuter oder getrocknete Beeren erweitern das Futter um richtige Leckerbissen.
Das Körnerfutter sollte immer den Hauptbedarf der Vögel decken. Um den Speiseplan zu komplettieren, sollte man Gemüse und Futterpflanzen anbieten. Vor allem im Winter kann man zudem Quellfutter und Keimfutter anbieten. Man kann fast alle Gemüsesorten verwenden, die man kennt. Vorsicht allerdings bei Avocado, sie ist für Vögel hochgiftig! Auch Kohl und Blattsalate sollte man meiden. Kohl bläht und Blattsalate sind meist stark nitratbelastet. Mit Biosalat ist man auf der sicheren Seite. Geeignete Futterpflanzen sind in erster Linie Gräser, welche man im Sommer in großen Mengen auf Wiesen findet. Aber auch Löwenzahn, Gänseblümchen, Vogelmiere, Hirtentäschelkraut und Breitwegerich sind äußerst beliebte Pflanzen. Neben den Wiesenpflanzen sind auch viele ungiftige Bäume nutzbar. Die Zweige, Knospen und Blätter von Ahorn, Weide, Buche, Linde und vielen Obstbäumen regen zum Klettern und Nagen an. Nebenbei kürzen sich die Krallen, wenn man regelmäßig frische Äste anbietet. Wichtig ist, dass man die Pflanzen und Äste nicht an befahrenen Straßen oder auf gedüngten Wiesen sammelt.
Ein weiterer unentbehrlicher Leckerbissen sind Kolbenhirsen und Rispenhirsen. Dabei handelt es sich um ungedroschene Hirsen, die noch in der Ähre angeboten werden. Dies entspricht der natürlichen Nahrungsaufnahme und wird von vielen Nymphensittichen sofort begeistert angenommen. Man kann die Hirsen schwer erreichbar befestigen und fordert so die Kletterkünste der Tiere heraus. Zum Keimen eigenen sich die kompletten Kolben nicht, da der verholzte Strunk schnell vergammeln kann. Man kann aber zum Beispiel lose Silberhirse gut keimen. Sie wird oft pro Kilogramm in Tüten verkauft.
eingetragen am 14.05.2007 von Jana Rückschloss