Rhodos – Lindos
Rhodos Lindos gehört neben Kamerios und Ialysos zu einer der drei ältesten Städten auf Rhodos. Sie ist aufgrund ihrer Lage an zwei Hafenbuchten in Verbindung mit Sandstrand und bizarren Kalksteinfelsen mit mittelalterlicher Burg und Akropolis die eindrucksvollste von ihnen.
Rhodos Lindos besitzt den einzigen Naturhafen der Insel. Für eine uralte Besiedlung des Platzes zeugen Funde aus neolithischer Zeit und mykenischen Nekropolen. Im Hellenismus bis in die spätere Römerzeit wurde dieser Platz gepflegt und weiter ausgebaut. Die Burg auf der Akropolis entstand in der byzantinischen Zeit und wurde im 15. Jahrhundert von den Johannitern zu einem mächtigen Bollwerk ausgebaut. Auf der Fahrt von Rhodos Stadt nach Rhodos Lindos passiert man kurz vorher einen kleinen Bergsattel, der einen wundervollen Blick auf die Bucht, die Stadt und die Akropolis bietet.
Fahrzeugen ist die Einfahrt nach Rhodos Lindos nicht gestattet. Sie müssen am Ortseingang Halt machen. Ausschließlich Eselreitern und Fußgängern ist Rhodos Lindos vorbehalten. Der Weg zum Burgweg (zu Fuß oder mit dem Akropolis-Taxi (Esel) bietet einen fazinierden Blick auf den Hafen und auf das nördlich gelegene Rundgrab des Kleobulos. Beim Bummeln durch die engen Gassen sieht man zahlreiche Verkäufer von Handarbeiten und Keramik. Die typischen kubischen, weißgekälkten Häuser, dazwischen die alten Kapitänshäuser mit ihren Natursteinfassaden. Bewundernswert ist auch die schöne Marienkirche, die eine reiche Bilderwand besitzt. Die Insel lockt mit trockenen warmen Sommern und milden, aber regnerischen Wintern. Leichte Winde aus nördlicher und westlicher Richtung machen die hochsommerliche Hitze erträglicher.
Die Frühlingszeit mit ihren ersten warmen Sonnestrahlen verwandelt die Insel in wenigen Tagen in ein wahres Blütenmeer. Rhodos Lindos bietet in ihren beiden Badebuchten Pallas und St. Pauls neben Sonnenliegen, kleinen Tavernen auch zahlreiche Wassersportmöglichkeiten an. Wer weitere Aktivitäten sucht, muss ins Landesinnere fahren.
eingetragen am 07.09.2007 von Sait Sözeri