Rezension: Marijuana for Dopes
Rezension: Marijuana for Dopes
„Marijuana for Dopes“ (grob übersetzt unter Verlust jeglichen Wortwitzes: Marihuana für Dummies) von Joseph Romai, der sich vor allem mit Sportlerbiographien und sonstigen sportbezogenen Sachbüchern einen Namen gemacht hat ist untertitelt mit dem vielsagenden „Alles was du wissen musst – auch wenn du nicht inhalierst“ und zeichnet die ungekürzte und faszinierende Kulturgeschichte des Haschischkonsums nach. Angefangen bei Kriegerinnen und angsterfüllten Königen im antiken Indochina, bis zu Automechanikern und rebellischen Buchhaltern auf Grillfesten in der Nachbarschaft. Man erfährt alles über Marihuana, Pot, Ganja, über Terminologie und die Ursprünge der Bezeichnungen und über die Geschichte des Grases im Altertum (in diesem Zusammenhang erfahren wir, das Cannabis wohl die erste von Menschen kultivierte Pflanze war;-).
Was bedeutet Marihuana für die Beziehung von Okzident und Orient, was geschah, als Napoleons Soldaten die „Kiffkultur“ von ihren Reisen zurückbrachten? Außerdem wird die Geschichte der Prohibition in den Vereinigten Staaten und der Potkonsum in Mexiko, Texas und New Orleans beschrieben. Auch die religiöse imd spirituelle Perspektive wird nicht vernachlässigt, außerdem die Annäherung der Schulmedizin an den medizinischen Nutzen von Marihuana.
Das Buch liest sich unbeschwert, auch wenn mancher Wortwitz schon etwas Geübtheit in der englischen Sprache und die Thematik und deren Abwicklung Interesse für Kulturgeschichte und Populärkultur erfordert.
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eingetragen am 14.09.2007 von Rudolf Schaftwust